Insektenhotel

+++ Update: Nachdem wir schon häufiger gefragt wurden, wieviel Honig aus unserem Bienenhotel gewonnen werden kann, haben wir es in „Insektenhotel“ umbenannt. Denn: Wildbienen legen einen Pollenvorrat für ihre Brut an und geben keinen Honig! +++

Wenn es um das Angebot von Nistmöglichkeiten für Insekten und Wildbienen geht, ist die Auswahl riesig! Wer genauer hinschaut wird feststellen, dass die sogenannten „Insektenhotels“ nicht nur sehr teuer, sondern teilweise ungeeignet sind. Im wahren Leben verstehen sich auch nicht immer alle Bewohner in einem Hotel. Gut gemeint, ist halt nicht immer gut gemacht.

Links: Eine typische Nisthilfe aus dem Baumarkt oder dem Discounter. Hier findet man nicht nur eine schlechte Verarbeitung der Materialien, sondern auch eine falsche Mischung der Materialien. Denn z.B. Ohrenzwicker fühlen sich in Kiefernzapfen pudelwohl und ernähren sich leider auch von den Larven der Wildbiene.

Auch ist immer wieder die extrem unsaubere Bohrung auf der Stirnseite von faserigem Weichholz zu sehen. Die abstehenden Holzspäne werden zur Todesfalle. Die Insekten reißen sich hier die Flügelchen auf und verenden qualvoll. Auch spielt der richtige Loch-Durchmesser der Eingangstüren eine wichtige Rolle!

Rechts: Unsere praxistaugliche Alternative. Wir verwenden ausschließlich altes Hartholz und Schilfhalme.

Harthölzer (Buche, Esche, Eiche…) neigen nicht zur Rissbildung und können mit Bohrlöchern von 3, 4, 6, 8 und 10mm im Durchmesser versehen werden. Man sollte nur ins Längsholz (parallel zur ehemaligen Rinde) bohren, nicht ins Stirnholz.

Schilf, alternativ auch Bambus, lässt sich aufgrund der dicken Halmwand und seiner Härte sehr gut schneiden, ohne zu splittern. Weiche Fasern/Härchen, die fast immer an der Schnittkante des Schilf-/Bambushalmes stehen bleiben, stellen für Wildbienen keine Verletzungsgefahr dar.

Der passende Standort des Insektenhotels

Insekten lieben die Sonne und ihre warmen Strahlen, daher solltet ihr das Insektenhotel in südlicher Richtung aufstellen. Das Sonnenlicht macht die Insekten aktiv.

Nord-Westen ist die Wetterseite in Mitteleuropa und häufig kommen Wind und Regen aus dieser Richtung. Daher vermeidet die Ausrichtung des Insektenhotels zu diesen Seiten.

Ein weiterer Grund für die südliche Ausrichtung des Insektenhauses, sind die abgelegten Larven. Diese brauchen viel Wärme, um im Frühling überhaupt schlüpfen zu können.

Achtet beim Aufstellen darauf, dass die Sonnen möglichst den ganzen Tag auf das Insektenhotel scheinen kann. So ist zum Beispiel der Platz unter dem Balkon nicht immer ideal, da der Schatten des Balkons das Insektenhotel überdecken kann.

Um zu verhindern, dass das Regenwasser in den Schilf-/Bambusröhrchen stehen bleibt, sollte das Insektenhotel leicht nach vorne gekippt aufgestellt werden. So kann anfallendes Wasser ständig ablaufen und es bleibt schön trocken im Inneren.
Ein stetig feuchtes Insektenhotel ist ungesund für die Bewohner und kann ihnen großen Schaden zufügen. Nicht nur das Füllmaterial, sondern auch die Eier der Wildbienen, in den Niströhren, können zu schimmeln beginnen, wenn es ständig feucht im Insektenhotel ist.

Baue mit unserer Anleitung Dein eigenes Insektenhotel! Viel Spaß damit!

 

Euer Bienenweide-Team

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