Patenschaften

Bienenweiden gegen das Insektensterben

Bienen und andere Insekten verschwinden. In den letzten Jahrzehnten ist die Zahl der Insekten(arten) dramatisch geschrumpft. Dabei stellt die Artenvielfalt ein elementares Glied unserer Nahrungskette und Biodiversität dar. Die Ursachen für das zunehmende Insektensterben sind vielfältig – und zu großen Teilen menschengemacht.

Unsere Mission von Bienenweide e.V.  ist daher, Nahrungsangebot und Lebensraum für Wildbienen, Schmetterlinge und andere Insektenarten zu schaffen. Wir legen Bienenweiden mit regionalen Saatmischungen an. Finanziert werden diese hauptsächlich durch Spenden und Patenschaften.

Patenschaft für eine Bienenweide übernehmen

Mit einer Patenschaft kannst du mithelfen

Mit einer Patenschaft für unsere Bienenweiden unterstützt du für ein ganzes Jahr Lebensraum und Nahrungsangebot für Wildbienen. Wir arbeiten alle ehrenamtlich, die finanziellen Mittel aus deiner Patenschaft fließen zu 100% in unsere Vereinsarbeit. Sie werden dafür genutzt, die Samenmischung zu kaufen, die Flächen zu bewirtschaften und weitere Bienenweiden zu schaffen.

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“erst die Blüte schafft die Vielfalt”
– unsere Initiative

Bienenweide e.V. wurde 2016 von Menschen gegründet, die selbst initiativ werden und ihren Beitrag zur Artenvielfalt leisten wollten. Nach unserem Leitsatz “erst die Blüte schafft die Vielfalt” haben wir bereits über 20.000 m2 Bienenweiden geschaffen. Teils sind dies innerstädtische Grünstreifen, teils auch ganze Ackerflächen im ländlichen Raum. Darüber hinaus informieren wir über das Thema Wildbienen mit Infomaterial, Filmabenden, Infoständen und Workshops.

Warum unsere Bestäuber unersetzlich sind

Die Bestäubung von Blüten und somit auch die Vielfalt der Pflanzenwelt ist zu großen Teilen abhängig von der Arbeit der Kleinsten: Wildbienen und andere Bestäuber sorgen dafür, dass Pflanzen Früchte tragen. Wie wichtig es auch für den Menschen ist, dass Bienen den Pollen von einer Blüte zur nächsten tragen, wird jedoch meist erst auf den zweiten Blick deutlich. Schätzungen zufolge wäre es ohne die Arbeit von Bienen und anderen Insekten notwendig, circa ein Drittel der Pflanzen, die unseren Nahrungsmittelbedarf decken, auf anderen Wegen zu bestäuben [1].

Vielfältige Ursachen für das Insektensterben

Nahrungsangebot und Lebensraum für Wildbienen schrumpfen. Grund dafür sind vor allem Techniken der industriellen Landwirtschaft wie Monokulturen, die Bekämpfung von Wildpflanzen auf Ackerflächen mit Herbiziden und das Entfernen von Grünstreifen. Dies führt dazu, dass ein ganzjähriges Nahrungsangebot vielerorts nicht mehr vorhanden ist [1] [2].

Der vermehrte Einsatz von Pestiziden in der Landwirtschaft kann kurz- oder langfristig zur Schwächung oder dem Tod von Insekten führen. Bienen und andere Bestäuber nehmen sie über Pollen und Wasser auf. Hinzukommen Parasiten, denen die mitunter bereits durch Mangelernährung und Chemikalien angeschlagenen Tiere wenig entgegenzusetzen haben [3].

Dass dringend Gegenmaßnahmen notwendig sind, zeigen Untersuchungen zum Insektenbestand. Eine Studie zwischen den Jahren 1989 und 2013 im Naturschutzgebiet Orbroich bei Krefeld zeigte, dass der Bestand der flugaktiven Insekten im untersuchten Bereich über 75% zurückging [4].

[1] Kremen, C., Williams, N. M., Aizen, M. A., Gemmill-Herren, B., LeBuhn, G., Minckley, R., Packer, L., Potts, S. G., Roulston, T. a., Steffan- Dewenter, I., Vazquez, D. P., Winfree, R., Adams, L., Crone, E. E., Greenleaf, S. S., Keitt, T. H., Klein, A.-M., Regetz, J. & Ricketts, T. H. 2007. Pollination and other ecosystem services produced by mobile organisms: a conceptual framework for the effects of land-use change. Ecology Letters, 10: 299-314.
[2] Cameron, S. A., Lozier, J. D., Strange, J. P., Koch, J. B., Cordes, N., Solter, L. F. & Griswold, T. L. 2011. Patterns of widespread decline in North American bumble bees. Proceedings of the National Academy of Sciences, 108: 662-667.
[3] Greenpeace e.V.. 2013. Bye bye Biene? Das Bienensterben und die Risiken für die Landwirtschaft in Europa. Report, Greenpeace Research Laboratories/ Universität Exeter (England)
[4] Sorg, M., Schwan, H., Stenmand, W. & Müller, A. 2013. Ermittlung der Biomassen flugaktiver Insekten im Naturschutzgebiet Orbroicher Bruch mit Malaise Fallen in den Jahren 1989 und 2013. Mitteilungen aus dem Entomologischen Verein Krefeld, 1, 1-5.
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